Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Vulnerabilitäts-Stress-Modell

Online-Eintrag zitieren

Wirtz, M. (2019). Vulnerabilitäts-Stress-Modell. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 23.04.2019, von https://m.portal.hogrefe.com/dorsch/vulnerabilitaets-stress-modell/


Aus dem Buch zitieren

Wirtz, M. (2014). Vulnerabilitäts-Stress-Modell. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. ). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Prof. Dr. Markus Antonius Wirtz

Pädagogische Hochschule Freiburg, Forschungsmethoden
markus.wirtz@ph-freiburg.de

Literatur

Wittchen, H.-U. & Hoyer, J. (2011). Was ist Klinische Psychologie? Definitonen, Konzepte und Modelle. In H. U. Wittchen & J. Hoyer (Hrsg.), Klinische Psychologie und Psychotherapie (2. Aufl.) (S. 3-25). Berlin: Springer.

(= V.) [lat. vulnerare verletzen], syn. Diathese-Stress-Modell, [GES, KLI], ein Modell der Entstehung psychischer Störungen, das annimmt, dass die Kombination (1) der Vulnerablität einer Person (indiv. – insbes. biol. oder genetische Dispositionen oder biografische Faktoren – und soziale Faktoren) und (2) Stressereignisse (z. B. Lebensereignisse, kritische, Stress) die Bedingungen für die Genese psych. Störungen darstellen. Psychol. Faktoren (z. B. Resilienz, Coping, soziale Unterstützung) und entwicklungsbezogene Faktoren (z. B. Bindung, Impulskontrolle) beeinflussen als modifizierende Variablen die Merkmale der psych. Störung sowie deren akute und Langzeitfolgen (s. Abb.). Sowohl biol., genetische oder biografische Faktoren als auch Stressbelastungen stellen nach dem V. notwendige, jedoch keine hinreichenden Bedingungen für die Genese dar: Belastende Ereignisse führen nur dann mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu Störungen, wenn Vulnerabilität vorliegt.


Vulnerabilitäts-Stress-Modell (Wittchen & Hoyer 2011)
Vulnerabilitäts-Stress-Modell (Wittchen & Hoyer 2011)


Autor/en

Markus Antonius Wirtz

Literatur

Wittchen, H.-U. & Hoyer, J. (2011). Was ist Klinische Psychologie? Definitonen, Konzepte und Modelle. In H. U. Wittchen & J. Hoyer (Hrsg.), Klinische Psychologie und Psychotherapie (2. Aufl.) (S. 3-25). Berlin: Springer.