Der DORSCH in der 18. Auflage: das Standardwerk der Psychologie!

Impression management

Online-Eintrag zitieren

Stapf, K. & Heil, C. (2018). Impression management. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 16.11.2018, von https://m.portal.hogrefe.com/dorsch/impression-management/


Aus dem Buch zitieren

Stapf, K. & Heil, C. (2014). Impression management. In M. A. Wirtz (Hrsg.), Dorsch – Lexikon der Psychologie (18. Aufl., S. 736). Bern: Verlag Hogrefe Verlag.
Vorsicht: Dieser Eintrag wurde seit der letzten Buchpublikation online aktualisiert.

Prof. em. Dr. Kurt-Hermann Stapf

ehem.: Allgemeine und Angewandte Psychologie, Eberhard-Karls-Universität Tübingen
stapf@uni-tuebingen.de

Dipl.-Psych. Christina Heil

Universität Tübingen, Psychotherapeutische Hochschulambulanz, Gartenstr. 29, D-72074 Tübingen
christina_schababerle@yahoo.de

Literatur

Mummendey, H. D. (2006). Selbstdarstellung. In H.-W- Bierhoff & D. Frey (Hrsg.), Handbuch der Sozialpsychologie und Kommunikationspsychologie (3, S. 49–56). Göttingen: Hogrefe.

Mummendey, H. D. (1995). Psychologie der Selbstdarstellung. Göttingen: Hogrefe.

Tedeschi, J. T. (1981). Impression management theory and social psychological research. New York: Academic Press.

Leary, M. R. & Kowalski, R. (1990). Impression Management: A literature review and two component model. Psychological Bulletin, 107, 34–47.

(= i.m.) [engl.] Eindrucksmanagement, [PER, SOZ], stellt ein zentrales Konzept zur systematischen Eindruckssteuerung dar und bezeichnet jedes Verhalten einer Person oder einer Gruppe, das darauf abzielt, den Eindruck, den sich andere Menschen von dieser Person oder dieser Gruppe bilden, in erwünschter Weise zu steuern (wird in Bezug auf Einzelpersonen auch als Selbstdarstellung [engl. self-presentation] bezeichnet). Es werden pos. (Ziel: direkte Erzeugung eines pos. Eindrucks) und neg. (indirekte Erzeugung eines pos. Eindrucks durch z.B. Herabsetzen der eigenen Person) Formen des i.m. unterschieden. «Pos. Formen» umfassen z.B. Betonung eigener Vorzüge [engl. self-promotion], Signalisierung gehobener Ansprüche [engl. entitlements], Selbstwerterhöhung [self-enhancement, Selbstwert, Selbstwertregulation], Übertreibung [engl. overstatement], Aufwertung über Kontakte mit Dritten (Basking in Reflected Glory) und Anbiederung [engl. ingratiation]. «Neg. Formen» umfassen z.B. Untertreibung [engl. understatement], Verleugnung der Verantwortungsfähigkeit [engl. self-handicapping], Signalisierung von Hilfsbedürftigkeit [engl. supplication], Einschüchterung [engl. intimidation] oder Abwertung [engl. blasting] anderer. Weiterhin werden assertive Techniken (zum Erhalt von Vorteilen) und defensive Techniken (zur Verteidigung des Selbst) sowie Taktiken (zur Erreichung kurzfristiger Ziele) und Strategien (zur Erreichung langfristiger Ziele) unterschieden.
 Die I.-M.-Forschung hatte ihre Ursprünge Anfang der 1970er-Jahre in der Sozialps. (s. hierzu v.a. die Impression-Management-Theorie von Tedeschi et al. und deren Kritik an Untersuchungen zur Dissonanztheorie, Dissonanz, kognitive) und wurde später auch auf andere Bereiche der Ps. ausgeweitet.


Autor/en

Kurt-Hermann Stapf & Christina Heil

Literatur

Mummendey, H. D. (2006). Selbstdarstellung. In H.-W- Bierhoff & D. Frey (Hrsg.), Handbuch der Sozialpsychologie und Kommunikationspsychologie (3, S. 49–56). Göttingen: Hogrefe.

Mummendey, H. D. (1995). Psychologie der Selbstdarstellung. Göttingen: Hogrefe.

Tedeschi, J. T. (1981). Impression management theory and social psychological research. New York: Academic Press.

Leary, M. R. & Kowalski, R. (1990). Impression Management: A literature review and two component model. Psychological Bulletin, 107, 34–47.